Diabetikerschuhe
Diabetikerschuhe sind für Menschen mit Diabetes unverzichtbar
Neuropathie und pAVK: Risikoquellen für Fußkomplikationen
Diabetes mellitus ist eine systemische Erkrankung, die viele Körperregionen betrifft – besonders empfindlich reagieren die Füße. Zwei typische Folgeerkrankungen, die in Kombination das sogenannte Diabetische Fußsyndrom (DFS) auslösen können, sind die diabetische Polyneuropathie (Nervenschädigung) und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Die Neuropathie sorgt dafür, dass Druck, Schmerz oder Temperaturveränderungen am Fuß nicht mehr wahrgenommen werden. Gleichzeitig kann die pAVK die Durchblutung verringern, was zu einer gestörten Wundheilung führt. Das Ergebnis: selbst kleinste Verletzungen – etwa durch ungeeignetes Schuhwerk – können unbemerkt bleiben, sich infizieren und schwer heilbare Wunden verursachen.
Ulcusprophylaxe und Prävention von Amputationen
Ein offenes Fußgeschwür (Ulkus) ist eine der häufigsten und gleichzeitig schwerwiegendsten Komplikationen bei Diabetes. Wird ein Ulkus nicht rechtzeitig erkannt oder behandelt, kann es zu tiefen Infektionen, Knochenbeteiligung (Osteomyelitis) und schlimmstenfalls zu einer Amputation kommen. In Deutschland werden jährlich rund 16.000 Amputationen bei Diabetikern durchgeführt – viele davon wären vermeidbar. Diabetikerschuhe tragen wesentlich zur Prophylaxe bei: Sie entlasten gefährdete Stellen am Fuß, vermeiden Druckspitzen und schützen vor mechanischer Reizung. In Studien wurde gezeigt, dass speziell angepasste Diabetikerschuhe die Ulkus-Rezidivrate um bis zu 50 % senken können.
Statistische Hintergründe: Diabetes weltweit und in Deutschland
Die Verbreitung von Diabetes mellitus nimmt weltweit dramatisch zu. Aktuell sind laut International Diabetes Federation (IDF) mehr als 530 Millionen Menschen betroffen, bis zum Jahr 2045 sollen es über 780 Millionen sein. In Deutschland sind rund 9 Millionen Menschen diagnostiziert, hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer. Etwa ein Drittel dieser Menschen entwickelt im Laufe des Lebens ein diabetisches Fußproblem – sei es durch Neuropathie, Fehlstellungen, Durchblutungsstörungen oder vorangegangene Ulzera. Diabetikerschuhe sind deshalb ein zentrales Instrument zur Prävention – vergleichbar mit einer Impfung gegen schwerwiegende Folgekomplikationen.
Datenquelle: IDF Diabetes Atlas 11th Edition 2025 | diabetesatlas.org
So entsteht die perfekte Passform
Vermessung, Weiten, Sondergrößen
Die optimale Versorgung beginnt mit der fachgerechten Anpassung durch einen Orthopädieschuhmacher. Dabei wird nicht nur die Fußlänge berücksichtigt, sondern auch die Weite und das Volumen des Fußes. Bei Bedarf kann der linke und rechte Schuh in unterschiedlichen Größen oder Breiten gefertigt werden – eine Möglichkeit, die besonders bei asymmetrischen Fußverhältnissen wichtig ist.
Diabetesadaptierte Einlagen und Sohlenlösungen
Diabetikerschuhe entfalten ihre volle Schutzwirkung in Kombination mit passenden Einlagen. Diese werden individuell gefertigt und entlasten gezielt jene Bereiche des Fußes, die besonders druckempfindlich sind. Der Innenraum der THANNER-Schuhe ist so gestaltet, dass Einlagen bis zu einer Stärke von 1,5 cm problemlos aufgenommen werden können, ohne den Sitz oder Komfort zu beeinträchtigen.
Maßkonfektion und Sonderanfertigungen
Nicht jeder Fuß passt in ein Standardmodell – das weiß man bei THANNER seit Langem. Deshalb bietet das Unternehmen Maßkonfektionen und Sonderanfertigungen an. Ob ausgeprägte Deformitäten, Teilamputationen oder spezielle funktionelle Anforderungen: Die Schuhe können individuell angepasst und in Design, Material oder technischer Ausstattung modifiziert werden.
Thanner Diabeticus+Rheumaticus®
Modelle im Überblick: Grandessa®, Classic, Dia-Lady Neo, Passion, FusioN
- Grandessa®: bewährter Klassiker, erhältlich in mehreren Weiten und Ausführungen (Halbschuhe, Stiefel, Sandalen)
- Classic: funktionell und zeitlos, ideal für den Alltag mit sicherer Führung und festem Halt
- Dia-Lady Neo: femininer Schnitt, dezente Optik, speziell auf Damenfüße zugeschnitten
- PASSION: modisch-elegante Damenlinie mit vielfältigen Farben und Materialien
- FUSION: sportlich-komfortable Linie für Herren, robust und alltagstauglich
Medizinische Funktion trifft modernes Design
- nahtfreie Verarbeitung im Vorfußbereich
- stoßgeschützte Vorderkappe ohne harte Einsätze
- antibakterielles, atmungsaktives Innenfutter (Diasoft-3D)
- stabile Hinterkappe für sicheren Fersensitz
- flexible Schnürung oder Klettverschlüsse für passgenauen Halt
- weiche, entlastende PU- oder EVA-Sohlen mit starker Abrollung
Hilfsmittelnummern und Kassenleistung
- Grandessa®: 31.03.08.0002
- Classic: 31.03.08.0003
- Dia-Lady Neo: 31.03.08.0004
- PASSION: 31.03.08.0029
- FUSION: angemeldet (31.03.08.xxxx)
Diabeticus + Rheumaticus® PASSION
Diabetiker Spezialschuhe für Damen
Verwendung schadstoffgeprüfter Materialien
Medizinprodukt der Klasse I MDR (EU) 2017/745
mit CE-Kennzeichnung
Hilfsmittelverzeichnis: 31.03.08.0029
CE-Kennzeichnung
77 Modelle
5 Weiten (XS, S, M, W, WW)
Sonderanfertigungen möglich
Spezialschuhe für Diabetiker kommen zum Einsatz bei folgenden Indikationen:
- Diabetes mellitus mit Sensibilitätsverlust durch PNP/pAVK, Zustand nach plantarem Ulcus
- Diabetes mellitus mit Sensibilitätsverlust durch PNP/pAVK mit Fußteilamputation
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308DiabeticusschuhZP
Diabeticus+Rheumaticus® FUSION Spezialschuhe für Herren
FUSION: neue Diabetikerschuh-Kollektion für Herren mit 51 Modellen
- Größen: 38 – 46
- Weiten: XS, S, M, W, WW
- Leisten: 915
- Brandsohle: versteift
- Laufsohle: Elyria weiß/schwarz und schwarz
Sonderanfertigungen sind möglich
Zur Aufnahme ins Hilfsmittelverzeichnis angemeldet
Diabeticus + Rheumaticus ® Spezialschuhe Info für Ärzte
Spezialschuhe für Diabetiker und Rheumatiker, Spezialsocken und Amputationssocken
Die neue Generation der Spezialschuhe für Diabetiker!
Verwendung schadstoffgeprüfter Materialien
Medizinprodukt der Klasse I MDR (EU) 2017/745
mit CE-Kennzeichnung
Diabeticus + Rheumaticus® Spezialschuhe für Diabetiker
Hilfsmittelnummer:
Grandessa®: 31.03.08.0002
Classic: 31.03.08.0003
Dia-Lady Neo: 31.03.08.0004
Spezialschuhe für Diabetiker kommen zum Einsatz bei folgenden Indikationen:
-Diabetes mellitus mit Sensibilitätsverlust durch PNP/pAVK, Zustand nach plantarem Ulcus
-Diabetes mellitus mit Sensibilitätsverlust durch PNP/pAVK mit Fußteilamputation
- Mehrfach klinisch getestet
- CE-Kennzeichnung
- 335 Modelle
- 5 Weiten (XS/SS, S, M, W, WW)
- Sonderanfertigungen möglich
Zur einfachen und effektiven Abwicklung der Rezeptierung und Verordnung von Spezialschuhen für Diabetiker steht unter der Servicefunktion Downloads eine Informationsbroschüre für Ärzte zur Verfügung.
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308DiabeticusschuhZP
Diabeticus + Rheumaticus® Rheumatikerschuhe
Rheumatikerschuhe kommen zum Einsatz bei folgenden Indikationen:
-Rheumatische Fußveränderungen
-Krallen- und Hammerzehen
-Hallux rigidus
- Klinisch getestet
- CE-Kennzeichnung
- 30 Modelle
- Dehnung des Obermaterials bis zu 30 %
- 5 Weiten (XS/SS, S, M, W, WW)
- Sonderanfertigungen möglich
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308RheumaticusER
Diabeticus + Rheumaticus®
Spezialsocken für Diabetiker, Amputationssocken, Socken nach Maß
- Klinisch getestet
- CE-Kennzeichnung
- 2 Ausführungen (dick und dünn)
- 5 Farben (weiß, beige, marine, grau, schwarz)
- Anfertigung nach Maß möglich
- Individueller Schriftzug
- Größen 35 bis 47
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308Diabeticussocke2H
Diabeticus + Rheumaticus ®
Spezialschuhe für Diabetiker und Rheumatiker, Spezialsocken und Amputationssocken
Die neue Generation der Spezialschuhe für Diabetiker!
Verwendung schadstoffgeprüfter Materialien
Medizinprodukt der Klasse I MDR (EU) 2017/745
CE-Kennzeichnung
Diabeticus + Rheumaticus® Spezialschuhe für Diabetiker
Hilfsmittelnummer:
Grandessa®: 31.03.08.0002
Classic: 31.03.08.0003
Dia-Lady Neo: 31.03.08.0004
Spezialschuhe für Diabetiker kommen zum Einsatz bei folgenden Indikationen:
– Diabetes mellitus mit Sensibilitätsverlust durch PNP/pAVK, Zustand nach plantarem Ulcus
– Diabetes mellitus mit Sensibilitätsverlust durch PNP/pAVK mit Fußteilamputation
- Mehrfach klinisch getestet
- CE-Kennzeichnung
- 335 Modelle
- 5 Weiten (XS/SS, S, M, W, WW)
- Sonderanfertigungen möglich
Zur einfachen und effektiven Abwicklung der Rezeptierung und Verordnung von Spezialschuhen für Diabetiker steht in der Übersicht der Produktkataloge eine Informationsbroschüre für Ärzte zur Verfügung.
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308DiabeticusschuhZP
Diabeticus + Rheumaticus® Rheumatikerschuhe
Rheumatikerschuhe kommen zum Einsatz bei folgenden Indikationen:
-Rheumatische Fußveränderungen
-Krallen- und Hammerzehen
-Hallux rigidus
- Klinisch getestet
- CE-Kennzeichnung
- 30 Modelle
- Dehnung des Obermaterials bis zu 30 %
- 5 Weiten (XS/SS, S, M, W, WW)
- Sonderanfertigungen möglich
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308RheumaticusER
Diabeticus + Rheumaticus®
Spezialsocken für Diabetiker, Amputationssocken, Socken nach Maß
- Klinisch getestet
- CE-Kennzeichnung
- 2 Ausführungen (dick und dünn)
- 5 Farben (weiß, beige, marine, grau, schwarz)
- Anfertigung nach Maß möglich
- Individueller Schriftzug
- Größen 35 bis 47
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308Diabeticussocke2H
CuraPro
Fußteilentlastungs-, Verband- und Therapieschuhe
THANNER DIABETICUS+RHEUMATICUS®
Fußteilentlastungsschuhe, Verbandschuhe Langzeit, Einlegesohlen „Pentagon“, Heilbronner Abrollschuhe, Therapieschuhe und Spezialsocken
Hilfsmittelnummer:
Vorfußentlastungsschuh: 31.03.03.5011
Fersenentlastungsschuh: 31.03.03.5012
Verbandschuh Langzeit Calypso: 31.03.03.4001
Verbandschuh Langzeit Caprice: 31.03.03.4002
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308CuraPro-Langz.LZ
Basis-UDI: 42518308CuraPro-VorfussEV
Basis-UDI: 42518308CuraPro-FerseR3
Indikation:
Postoperative oder sonstige Wundprozesse, auch versorgt mit ausgedehnten, evtl. auch gepolsterten Verbänden, deren Heilungsverlauf über einen längeren Zeitraum verläuft und zumindest eine Teilbelastung des Fußes beim Gehen – auch außer Haus – zulässt.
– Klinisch getestet
– CE-Kennzeichnung
– 23 Modelle zur Auswahl
– 1 cm starke Polstersohlen zum Wechseln
– Linker und rechter Schuh
– Sonderanfertigungen möglich
THANNER DIABETICUS+RHEUMATICUS®
Spezialsocken für Diabetiker, Amputationssocken, Socken nach Maß
– Klinisch getestet
– CE-Kennzeichnung
– 2 Ausführungen (dick und dünn)
– 5 Farben (weiß, beige, marine, grau, schwarz)
– Anfertigung nach Maß möglich
– Individueller Schriftzug
– Größen 35 bis 47
SRN: DE-MF-000032767
Basis-UDI: 42518308Diabeticussocke2H
Nachgewiesene Wirksamkeit und zertifizierte Sicherheit
Klinische Studien zur Ulkusreduktion
Die Schutzwirkung der THANNER Diabetikerschuhe ist nicht nur theoretisch begründet, sondern wissenschaftlich belegt. Prospektive Studien zeigen, dass das tägliche Tragen dieser Spezialschuhe das Risiko für das Wiederauftreten von Fußulzera deutlich reduziert. Patientinnen und Patienten profitieren somit nicht nur subjektiv, sondern nachweislich von dieser Versorgung.
CE-Kennzeichnung und MDR-Konformität
Alle THANNER-Schuhe sind zertifizierte Medizinprodukte der Klasse I und erfüllen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung. Sie tragen das CE-Zeichen und wurden hinsichtlich Hautverträglichkeit, Biokompatibilität und Sicherheit umfangreich getestet.
Nachhaltige Produktion Made in Germany
THANNER produziert ausschließlich in Deutschland – mit handwerklicher Präzision und modernen Fertigungstechniken. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf schadstoffgeprüfte Materialien, faire Arbeitsbedingungen und kurze Transportwege. Das Ergebnis: Hochwertige Schuhe, auf die man sich verlassen kann.
Gebrauchsanweisungen
Gebrauchsanweisung vorlesen lassen
FAQ
Wer sollte Diabetikerschuhe tragen?
Diabetikerschuhe sind vor allem für Menschen mit Diabetes empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für Fußprobleme haben. Dazu zählen insbesondere Patienten mit bereits diagnostizierter Polyneuropathie (Nervenschädigung in den Füßen), mit pAVK (Durchblutungsstörungen in den Beinen) oder solche, die schon einmal ein diabetisches Fußulkus hatten.
Auch bei Fußdeformitäten (z.B. Charcot-Fuß, Hallux valgus) in Kombination mit Diabetes erhöht sich die Gefahr von Druckstellen. In all diesen Fällen – sowie generell bei Hochrisikofüßen nach Abheilung von Ulcera oder Teilamputationen – sollten Diabetiker spezielles Schuhwerk tragen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Diabetikerschuhe für Sie sinnvoll sind. Oft wird präventiv bereits bei Gefühlsstörungen in den Füßen oder bemerkbaren Formveränderungen dazu geraten, um Problemen vorzubeugen.
Wodurch unterscheiden sich Diabetikerschuhe von normalen Schuhen?
Diabetikerschuhe sehen äußerlich teilweise aus wie normale Bequemschuhe, weisen aber wichtige spezielle Merkmale auf. Erstens sind sie weiter und tiefer geschnitten, um dem Fuß viel Platz zu bieten – auch für Einlagen und eventuelle Schwellungen. Zweitens bestehen sie aus weichen, polsternden Materialien ohne drückende Nähte oder Kanten im Inneren. Risikobereiche (z.B. Zehenbox, Fersenbereich) sind extra gepolstert, um Druck zu verteilen.
Die Laufsohlen haben oft eine besondere Abrollfunktion und Zwischensohlen aus dämpfendem Material, die den Auftritt weicher machen. Drittens werden Diabetikerschuhe immer mit speziellen Einlagen kombiniert, die Druck und Reibung verringern.
Kurz gesagt: Spezialschuhe für Diabetiker sind darauf ausgelegt, Verletzungen vorzubeugen und bestehenden Problemen Rechnung zu tragen – während normale Schuhe dieses Schutzniveau nicht bieten.
Braucht man zu Diabetikerschuhen trotzdem Einlagen?
Ja. Die Einlage ist ein integraler Bestandteil des Diabetikerschuh-Konzepts. Einlagen für Diabetiker (sogenannte diabetesadaptierte Fußbettungen) bestehen aus mehrlagigem Weichschaum und werden individuell an Ihren Fuß angepasst. Sie polstern Druckpunkte und verteilen die Last beim Gehen gleichmäßig.
THANNER Diabetikerschuhe sind konstruiert, um solche Einlagen aufzunehmen – bis zu 15 mm Dicke. Ohne Einlage würde ein Diabetikerschuh zwar immer noch bequemer sein als ein normaler Schuh, aber er könnte sein volles Schutzpotenzial nicht entfalten. Daher erhalten Sie beim Orthopädieschuhtechniker immer Schuh und Einlage als Einheit angepasst.
Wie bekomme ich Diabetikerschuhe und werden sie von der Krankenkasse bezahlt?
Diabetikerschuhe erhalten Sie über Fachgeschäfte für Orthopädie-Schuhtechnik oder Sanitätshäuser mit entsprechender Abteilung. Der erste Schritt ist in der Regel ein Besuch beim Arzt (Hausarzt, Diabetologe oder Orthopäde). Dieser kann bei medizinischer Notwendigkeit ein Rezept für Diabetikerschuhe ausstellen – etwa bei Vorliegen eines diabetischen Fußsyndroms oder sensorischer Neuropathie.
Mit diesem Rezept gehen Sie zu einem Orthopädieschuhmacher oder Sanitätshaus, das Diabetikerschuhe anbietet (z.B. THANNER-Partner). Dort werden Ihre Füße vermessen und passende Modelle ausgewählt. Die Kosten werden bei genehmigter Verordnung von den gesetzlichen Krankenkassen meist vollständig übernommen (abzüglich einer geringen Zuzahlung).
Ohne Rezept müssen Sie die Schuhe selbst bezahlen; in diesem Fall beraten Sie die Fachhändler gerne zu geeigneten Modellen. Denken Sie daran, dass pro Jahr in der Regel ein Paar Diabetikerschuhe (inklusive zwei bis drei Paar Einlagen) verordnungsfähig ist – Ihr Arzt kann Sie hierzu beraten.
Sehen Diabetikerschuhe nicht wie Gesundheitsschuhe aus?
Moderne Diabetikerschuhe unterscheiden sich optisch kaum noch von normalen Schuhen. Hersteller wie THANNER legen großen Wert auf ansprechendes Design und Auswahl. So gibt es die Schuhe in diversen Farben, Formen (von Sneakers über Sandalen bis zu Halbschuhen) und mit verschiedenen Verschlüssen. Besonders die neuen Kollektionen (z.B. PASSION für Damen und FUSION für Herren) orientieren sich an aktuellen Schuhtrends, sodass man den Schuhen ihren medizinischen Zweck äußerlich nicht ansieht.
Wichtig ist natürlich das Innenleben – und das ist hochfunktionell. Aber äußerlich gilt: Diabetikerschuhe müssen nicht klobig oder altbacken wirken. Viele Modelle könnten genauso gut als bequeme Freizeit- oder Businessschuhe durchgehen. Patienten berichten oft, dass sie dank der modernen Optik die Schuhe gern und regelmäßig tragen – was wiederum der Fußgesundheit zugutekommt.
Kann ich mit Diabetikerschuhen komplett auf die Fußpflege verzichten?
Nein, Diabetikerschuhe sind eine wichtige Maßnahme, ersetzen aber nicht die sonstige Fußpflege und Vorsorge. Wenn Sie Diabetes haben, sollten Sie täglich Ihre Füße kontrollieren (auf Rötungen, Druckstellen, Verletzungen) – auch wenn Sie die besten Schuhe tragen.
Schneiden Sie Ihre Fußnägel vorsichtig und feilen Sie verdickte Hautstellen (Schwielen) behutsam ab, oder lassen Sie dies von einer medizinischen Fußpflege (Podologen) erledigen. Cremen Sie Ihre Füße ein, um die Haut geschmeidig zu halten (denn bei Neuropathie lässt die Schweißbildung nach, und die Haut wird trocken). Und sehr wichtig: Tragen Sie Ihre Diabetikerschuhe so oft wie möglich, idealerweise überall außerhalb des Bettes.
Nur wenn die Schuhe regelmäßig im Einsatz sind, entfalten sie ihren schützenden Effekt optimal. Bei besonderen Aktivitäten, die spezielle Schuhe erfordern (z.B. Sport), fragen Sie Ihren Arzt nach geeigneten Alternativen. Insgesamt gilt: Diabetikerschuhe, Fußpflege und regelmäßige Arztkontrollen gehören zusammen, um Ihre Füße langfristig gesund zu erhalten.